Carlolinum Osnabrück
04.02.2020

Karlstag 2020

Traditionell wurde am Gymnasium Carolinum aus Anlass des Todestages seines Namensgebers Karls des Großen der Karlstag gefeiert. Den Auftakt dazu bildete der ökumenische Gottesdienst am 28.01. in der Gymnasialkirche. Eindrucksvoll trug Sarah Hartung Jg.12 den „Prometheus“ von Johann Wolfgang von Goethe vor, in dem Prometheus die Götter schmäht und Menschen nach seinem Bilde schafft. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Chor „Carolinum Cantat“ unter Leitung von Jutta Albrecht-Laaff.

Die Karlsakademie am 29.01. wurde von verschiedenen Solisten aus der Schülerschaft umrahmt. Anna Bücker (11C) begann am Flügel mit dem „April“ aus „Die Jahreszeiten“ von Peter Tschaikowsky. Später spielte virtuos Andrija Wonnemann(7L) begleitet von Gabriela Lendle einen Satz aus einem Violinkonzert von Henri Vieuxtemps.

Als Festredner konnte in diesem Jahr der Carolinger Dr. Ing. Manfred Veenker, Vorstand der Veenker-Stiftung zur Förderung der Mintfächer, gewonnen werden.

Äußerst sachkundig und anschaulich referierte er über das Thema „Energieströme – Lebensadern unserer Gesellschaft“. Klimawandel und Energiewende, große Schlagwörter unserer Zeit, waren Unterpunkte.

Schon bei der Begrüßung hatte Schulleiter Helmut Brandebusemeyer darauf hingewiesen, dass unser derzeitiger Energiemix in Deutschland zur Hälfte aus nicht erneuerbaren Energien besteht.

Die Schwierigkeit und die Komplexität des Themas „Energiewende“ verdeutlichte Dr. Veenker gleich zu Anfang anhand der Elektromobilität. So erläuterte er z.B., dass erstaunlicherweise der Diesel dem Tesla3 beim produktionsbezogenen CO2- Ausstoß überlegen ist.

Es wurde überzeugend dargestellt, wie leicht die Ergebnisse von Statistiken verändert/manipuliert werden können, wenn bei der Betrachtung ein Wert außer Acht gelassen wird.

Lösungsstrategien, den ungeheuren Energiebedarf unserer Komfort gewohnten Gesellschaft auf saubere Energien umzustellen, gebe es viele. Jedoch stecke der Teufel im Detail, wie leider immer wieder festgestellt werden müsse.

Politik sei aufgerufen Rahmenbedingungen zu schaffen. Solange nicht erneuerbare Energien so billig seien, werde es keinen Markt für erneuerbare Energien geben.

Auf welche großes Interesse das Thema im Publikum gestoßen ist, konnte man an den anschließenden Fragen sehen, die der Referent spontan beantwortete.