Carlolinum Osnabrück
24.01.2020

Einladung - Zur 75. Wiederkehr der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

zeigt die Gedenkstätte Esterwegen den Dokumentarfilm des „Projekt Zeitlupe“ e.V. Münster

Erna de Vries „Ich wollte noch einmal die Sonne sehen“

am Sonntag, 26. Januar 2020, 15.00 Uhr in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, Esterwegen.

Frau de Vries wird anwesend sein.
Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch umrahmt von Baruch Chauskin, Sänger und Kantor an der Synagoge in Osnabrück und dem Carolinum Cantat, Chor des Gymnasium Carolinum in Osnabrück unter Leitung von Jutta Albrecht-Laaff und Ansgar Schönecker.
Erna de Vries wurde 1923 in Kaiserslautern geboren. Als ihre Mutter 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, begleitete die damals 19-jährige Erna ihre Mutter dorthin. Ihre Mutter wurde in Auschwitz ermordet. Erna wurde aus dem Todesblock des KZ Auschwitz in das Frauen-KZ Ravensbrück verlegt und am 27. April 1945 von dort aus mit allen weiblichen KZ-Häftlingen auf einen Todesmarsch geschickt. Sie überlebte ihn nur unter Aufbietung aller letzter Kraftreserven. „Du wirst überleben und erzählen, was man mit uns gemacht“, hatte ihr die Mutter auf der Lagerstraße in Auschwitz noch zugerufen. Diesem Vermächtnis folgend berichtet Erna de Vries seit 1998, u.a. in Schulen, über ihr Schicksal und das Schicksal ihrer Mutter.