Carlolinum Osnabrück
22.09.2019

Europafahrt 2019

Montag, 09.09.2019:

Am Tag der Abreise haben wir uns in aller Frühe auf den Weg gemacht, um unsere Fahrt zu unserem ersten Zwischenstop in Brüssel zu beginnen. Wir waren alle sehr müde, aber voller Vorfreude auf die uns bevorstehende Zeit. Nach einigen Stunden Fahrt kamen wir beim Europaparlament in Brüssel an. Eine interessante Führung durch das Eurpaparlament folgte und anschließend probierten wir die berühmtesten Pommes Brüssels. Daraufhin machten wir uns mit guter Laune wieder auf den Weg nach Granville.

Dienstag, 10.09. :

Nachdem wir morgens mit der Fähre nach Jersey übersetzten, bekamen wir zunächst eine kleine Führung durch die Hauptstadt St Helier. Wir sahen den Liberation Square, der an die Befreiung der Allierten im zweiten Weltkrieg erinnert. Danach fragten wir Einwohner nach deren Meinungen zum Brexit. Wir stellten fest, dass diese sehr geteilt sind und der Brexit von vielen Einheimischen sehr kritisch gesehen wird. Im Anschluss besichtigten wir das Gorey Castle und lernten das Schloss durch eine Schatzsuche näher kennen. Am frühen Abend gingen wir zum Hostel, wo wir dann Zeit hatten, zum Strand zu laufen und zu kochen.

Mittwoch, 11.09.:

Nachdem wir am Mittwoch ausgeruht in den Tag gestartet sind, ging es mit dem Bus nach Saint Helier und von dort aus weiter zu den sehr eindrucksvollen War Tunnels. Dies ist eine von den deutschen Besatzern erbaute Tunnelanlage, die ursprünglich zur Versorgung und zur Beherbergung von Soldaten diente. Heute befindet sich dort ein sehr interessantes Museum zur Inselgeschichte, der Besatzungszeit und dem Zweiten Weltkrieg. Das Museum kam sehr gut bei der gesamten Gruppe an. Anschließend hatten wir noch Freizeit in Saint Helier, um z.B. Fish&Chips zu essen und das Wetter zu geniessen.

Donnerstag, 12.09.:

Am vierten Tag haben wir die Insel Jersey auf einer Busrundfahrt besser kennenlernen können. Als erstes besichtigten wir die Bucht von St. Brelade mit der hübschen Fisherman's Chapel, wo zahlreiche Fresken mit biblischen Motiven zu sehen waren. Diese gelten als sehr wertvolle kulturelle Überbleibsel aus einer frühchristlichen Zeit. Anschließend machten wir Halt am Strand von Plémont. Dieser bot ein beeindruckendes Panorama mit Höhlen und Wasserfällen in den großen Felsen. Nach der Ankunft in Granville waren alle bereits sehr aufgeregt, da nun die eineinhalbstündige Busfahrt zu unseren Austauschschülern bevorstand.

Freitag, 13.09. :

Zu Beginn des Tages hieß uns der Schulleiter unserer Partnerschule mit einem kleinen französischen Frühstück willkommen. Anschliessend erhielten wir eine ausführliche Führung durch die Schule St. Martin und das Stadtzentrum von Rennes. In der Mittagspause bekamen wir die Möglichkeit, an einem typisch französischen Mittagessen in der Schulkantine teilzunehmen. Nach der leckeren Mahlzeit besuchten wir zunächst eine klassische bretonische Tanzstunde, die uns wieder Erwarten viel Freude bereitete, gefolgt von einer kleinen Crêpes-Backstunde. Gemeinsam mit unseren jeweiligen Austauschpartnern traten wir hierauf den Heimweg in die Gastfamilie an, wo wir den Abend verbrachten.

Samstag und Sonntag, 14. /15.09.:

Das Wochenende in den Gastfamilien begann am Freitag um ca. 16:00. Die meisten Familien fuhren mit uns an die See oder zu besonderen Veranstaltungen wie Konzerten oder den berühmten Wochenmarkt, welchen man im Hinblick auf die Größe mit der Osnabrücker Maiwoche vergleichen kann. Diejenigen, die nicht an die See gefahren sind, haben das normale Familienleben kennengelernt. Das Wochenende endete bei den meisten mit einem ausführlichen 3-Gänge-Menü.

Montag, 16.09.:

Aufgrund der Wettervorhersage für die Nordküste der Bretagne haben wir eine spontane Planänderung vorgenommen und sind in den sommerlichen Süden der Bretagne, deren Klima und Vegetation durch den Golfstrom beeinflusst wird, gefahren. Unser erster Halt war in Carnac, wo wir Megalithen, welche schon 4000 Jahre vor Christus errichtet wurden, besichtigt haben. Der nächste Halt war auf einer Insel, welche man bei Ebbe zu Fuß betreten konnte. Auf dieser Insel konnte man sich am Strand sonnen oder auch die Insel sowie einen sich dort befindenen Schiffsfriedhof besichtigen. Das letzte Ziel des Tages war die Stadt Vannes, wo wir zuerst eine kurze Führung  und danach Freizeit bekamen. Vannes ist eine reizende, mittelalterliche Kleinstadt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

Dienstag,17.09.:

Als erstes sind wir mit dem Bus zum berühmten Mont St. Michel gefahren, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs zählt. Dort sind wir durch kleine Gassen bis in die oben gelegene Abtei geführt worden. Von dort hatte man einen wunderschönen Ausblick über die Bucht. Danach sind dann mit dem Bus nach St. Malo, eine ehemalige Piratenfestung, gefahren. Wir hatten dort die Möglichkeit, an den Strand zu gehen, die Stadt zu besichtigen oder bei Ebbe zu einer vorgelagerten Insel zu laufen, von der aus man einen eindrucksvollen Blick auf die riesige Stadtmauer hatte. An unserem letzten Tag in Frankreich bekamen wir die Möglichkeit, nähere Einblicke in den Unterricht an unserer französischen Partnerschule zu bekommen, um dann am Donnerstag voller neuer Eindrücke abzureisen. Insgesamt eine schöne, sehr informative Zeit, die uns durch drei Länder geführt hat und uns den Europa-Gedanken näher gebracht hat. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch der französischen Partner im Dezember.