Carlolinum Osnabrück
22.08.2019

Bericht über das Projekt Bouldern

Es braucht schon etwas Mut, sich in vier Metern Höhe ohne Seil mit vor Anstrengung zitternden Armen von einem Bouldergriff zum nächsten zu schwingen …

Im Rahmen der Projekttage 2019 hatten wir die Möglichkeit, die aufregende und herausfordernde Sportart Bouldern, die 2020 olympisch wird, kennenzulernen. Bouldern ist eine Unterform des Kletterns – sie kommt allerdings ganz ohne Sicherung aus, da die Routen, die zu meistern sind, auf Absprunghöhe sind (bis zu vier Meter). Perfekt für drei spannende Projekttage, weil wir uns so ganz auf die Herausforderungen stürzen konnten, ohne uns lange mit Sicherungstechniken aufzuhalten. Am Freitag, dem ersten Tag unseres Projektes, starteten wir gemeinsam mit Frau zur Lage und Frau Keinke vom Carolinum aus zum Zenit, der Boulderhalle Osnabrücks. Dort wurden wir zunächst kurz von unseren Trainern in einige Sicherheitsregeln eingewiesen und bekamen unsere Kletterschuhe. Nachdem wir uns gemeinsam mit einem Spiel aufgewärmt hatten, quetschten wir uns in die doch eher unbequemen und engen Schuhe. Schon jetzt ordentlich aus der Puste, stürzten wir uns auf die verschiedenen Boulderrouten, die, je nach Schwierigkeitsgrad, in ihrer Farbe variierten. Schnell wurde uns klar, dass es bei dieser Sportart nicht allein auf Kraft ankommt, sondern dass Technik, Geschick und das „Lesen“ der Routen, also ein strategisches Vorgehen beim Bouldern, mindestens ebenso wichtig sind. Auch kamen wir nun hinter den Sinn der engen Schuhe. Mit ihnen hatten wir auf den kleinsten Tritten Halt.  Im Laufe des Vormittags durften wir schließlich in eine andere benachbarte Halle gehen, wo weitere Herausforderungen auf uns warteten. Am zweiten Tag profitierten wir schnell von den Tipps und Tricks der Profis, die uns die Trainer gaben. Allerdings lernten wir auch, uns die Zeit einzuteilen, da die Muskeln, v.a. unserer Arme, Hände und Finger, schon ganz schön beansprucht wurden. Aber in den kleinen Verschnaufpausen konnten wir uns prima die Tricks und Kniffe der anderen abschauen oder ihnen umgekehrt einige Tipps beim Meistern der „Probleme“, wie die Routen auch genannt werden, geben.  Am letzten Tag unseres Projektes traten wir in Teams spielerisch gegeneinander an und erschlossen uns weitere Routen in der Halle für Fortgeschrittene. Der Besuch des Zenit wird für uns sicherlich nicht der letzte gewesen sein.  Es waren buchstäblich drei „packende“ Tage!