Carlolinum Osnabrück
02.02.2017

Karlstag 2017

Traditionell wurde am Carolinum aus Anlass des Todestages seines Namensgebers Karls des Großen der Karlstag gefeiert.

Den Auftakt dazu bildete der ökumenische Gottesdienst am 25.01. in der Gymnasialkirche. Mit seinem Thema „Mitten im Leben“ bereitete er auf die Karlsakademie am folgenden Tag vor.

Bei der anschließenden Agapefeier in der Pausenhalle bot sich bei Kerzenschein für Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige die Gelegenheit,  in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Die musikalische Gestaltung übernahm  Jutta Albrecht-Laaff mit dem Chor „Carolinum Cantat“.

Während der Karlsakademie am 26.1. stimmten Theodor Rupp und Anna Bücker am Flügel auf das Thema ein.

Als Festredner konnte in diesem Jahr der Carolinger Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, der Vorsitzende des Deutschen Hospiz -und PalliativVerbandes gewonnen werden.

Er referierte über die Frage „Was gehört zu einem guten Sterben?“ Dabei brachte er viele Beispiele aus seiner langjährigen Erfahrung als Chefarzt in Ostercappeln. Der klare Gegner von aktiver Sterbehilfe meinte, dass die Aussage eines Todkranken, dass er nicht mehr leben wolle, in der Regel meine, dass er so nicht mehr leben wolle. Durch die Palliativmedizin könne man den Kranken aber inzwischen ermöglichen, die letzten Lebenstage annähernd schmerzfrei zu verbringen und in Würde zu sterben. In der Erlaubnis aktiver Sterbehilfe sah er vor allem die Gefahr, dass die Kranken von ihrer Umgebung unter Druck gesetzt werden könnten, sich für einen vorzeitigen Tod zu entscheiden, damit sie anderen nicht mehr zur Last fielen.

Da jeden zu jeder Zeit eine schlimme Krankheit treffen könne, empfahl er seiner ganzen Zuhörerschaft, egal ob alt oder jung, eine Patientenverfügung auszufüllen.