Carlolinum Osnabrück

Chronik

um 780

Gründung des Bistums Osnabrück

um 792

Osnabrück wird Bischofssitz

804

Einer am 19. Dezember 804 in Aachen ausgestellten Urkunde zufolge ist in Osnabrück eine Schule eingerichtet, in der Griechisch und Latein gelehrt werden.

um 890

Die aus dem skandinavischen Raum kommenden Wikinger zerstören das Osnabrücker Domkloster, in dem sich die Schulräume und auch die Wohnungen der Schüler befinden.

1142

Magister Brunigus ist der erste urkundliche belegte Lehrer in Osnabrück.

1251-1283

Magister und Scholaster Jordanus ist durch die Schrift "Tractatus de praerogativa Romani imperii" (Abhandlung über den Vorrang des Römischen Reiches) weit über die Grenzen des Hochstiftes Osnabrück bekannt geworden.

1520-1527

Rektor Johannes Alexander Meppensis (von Meppen) wird, trotz Aufblühen der Schule unter seiner Leitung, wegen protestantischer Gesinnung aus dem Schuldienst entlassen

1595-1608

Matthus Tympe, streng katholischer Professor der Philosophie und Rhetorik, beendet den simultanen (d.h. bikonfessionellen) Charakter der Schule, der 1555 etabliert worden ist. Die Protestanten gründen daraufhin 1595 das Ratsgymnasium.

1625

Die Schule wird von Jesuiten übernommen.

1629

Das Gymnasium Carolinum wird zur Universität (Academia Carolina) ausgebaut. Papst Urban VIII. Gibt die Erlaubnis, Philosophie und Theologie zu lehren.

1673

Westlich des Doms entsteht ein von Ost nach West verlaufendes Schulgebäude.

1681/82

Parallel dazu entsteht in nördlicher Richtung ein Kollegiumsgebäude.

1684/85

Es wird ein von Norden nach Süden verlaufendes Gebäude erbaut (heute als Klosterflügel bekannt).

1778

Der Unterricht am Carolinum wird Franziskanern anvertraut.

1781

Der letzte Exjesuit des 1783 von Papst Klemens XIV. aufgehobenen Jesuitenordens verlässt das Kollegium. Die Domschule wird jetzt einigen Franziskanern übergeben, die einen guten Ruf haben, da sie sich sehr auf die neuen Wissenschaften, insbesondere aber auf die Mathematik und Algebra legen" (aus einem Brief von Justus Möser).

1830

Die Maturitäts-Prüfung (=Abiturprüfung) wird eingeführt. Die schriftlichen Prüfungen finden im Juni, die mündlichen am 16. Juli statt. Zu den ersten Absolventen gehört Ludwig Windhorst.

1867-1884

Amtszeit des letzten geistlichen Direktors Dr. Stephan Anton Bohle

1884

Gründung der Schülerkapelle

1885

Die Schule erhält den Titel "Königliches Gymnasium Carolinum"

1928-1931

Die Gebäude des Carolinums werden erweitert. Das Hauptgebäude aus dem Jahr 1673 wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

1944/45

Das Carolinum wird durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Die Beseitigung der Schäden dauert bis 1947.

1952

Die SMV (Schülermitverwaltung) wird ins Leben gerufen.

1971

Einführung der Koedukation.

1971-1973

Erweiterung des Schulgebäudes (Pausenhalle und naturwissenschaftlicher Trakt)

1976

Beginn der reformierten Oberstufe (Kurssystem)

2004

1200jähriges Schuljubiläum

2006

Eröffnung unserer heutigen modernen Cafeteria

2012

Anerkennung als offene Ganztagsschule

2014

Einführung des Faches Spanisch als 2. Pflichtfremdsprache ab Klasse 6

2014

Einweihung einer neuen Zweifeld-Sporthalle